Nachdem ich jetzt noch etwas Zeit habe, muss ich gleich jetzt mal ein kleines Update schreiben, denn wer weiß, wie die Zeit noch wird wenn wir zuhause sind...
Wie die meisten von euch wissen, sind wir am Freitag ja ins Krankenhaus und wurden dort nach einem Check in der Ambulanz auf der Interne aufgenommen. Dort wurde dann gleich Blut abgenommen und wir fingen zum Inhalieren an. Der Husten wurde auch in der Nacht trotz Zapferl nicht besser und mir kam das so oder so komisch vor...
Am Samstagvormittag kam dann Dr. Gitter zu uns und teilte uns mit - "Am Montag wär ein OP-Platz frei, da könnten wir den Matteo drannehmen". Ich war natürlich mehr als überrascht, hatten wir doch jetzt damit gerechnet, dass die OP abgesagt wird. Nachdem er mich aber aufgeklärt hat, dass der Husten rein kardiologisch bedingt ist, da Matteo keinerlei Entzündungswerte hat, war ich wieder etwas beruhigter. Man weiß ja schließlich nie was das Richtige für sein Kind ist und ich wollte Matteo auf keinen Fall gefährden. Aufgrund des nicht mehr richtigen Durchflusses des Bluts rund ums Herz, hat die Lunge schon zuviel Flüssigkeit zurückgestaut und dadurch wurde der Husten verursacht. Matteo war wirklich arm, der Husten war echt schlimm - 2 stunden in der Nacht Reizhusten und tagsüber auch, ist wirklich anstrengend für ihn gewesen.
Dann ging alles Schlag auf Schlag - samstagabends kam schon Dr. Mair zu uns, um die OP zu besprechen und Sonntagabend dann die Anästhesistin. Die Aufregung stieg natürlich immer mehr an, aber ich war froh, dass es so schnell ging.
In der Nacht von Sonntag auf Montag durfte unser kleiner Mann um 2 Uhr morgens noch ein Flascherl trinken - nach seiner Stunde husten hab ich ihn zum Einschlafen noch gestillt - danach musste er nüchter bleiben. Um halb sieben war er munter, um viertel nach kamen meine Mama und der Marco und darüber war ich sehr froh, denn meine Nerven waren schon ziemlich angespannt. Mein Tränen und die Angst konnte ich nun nicht mehr beseite schieben, es war wirklich hart für mich. Um 7.50 Uhr gings dann los -der unterirdische Gang ins AKH erschien einem fast endlos. Matteo saß in seinem Krankenhauswagerl, den Schnulli im Mund und er wusste gar nicht, was wir hier eigentlich machen. Auf diesem Weg ist er sogar nochmals eingeschlafen. Dann gings rein in die Schleuse vor den OP - das waren wohl die härtesten Minuten meines Lebens. Das eigene Kind abzugeben, zu hoffen, aber nicht zu wissen, dass alles gut geht, das bricht einem fast das Herz. Ich hab geheult wie ein Schlosshund, wollte meinen kleinen Hasen eigentlich gar nicht mitgeben. Die Schwestern waren aber alle total nett und sind dann recht zügig mit ihm in den OP gegangen.
Nun fing die Zeit des Wartens an - Minuten wurden hier zu Stunden. Wir haben versucht uns abzulenken, sind in die Stadt rein und von einer Kirche zur anderen - überall haben wir eine Kerze für Matteo angezündet. Der Vormittag verging halbwegs schnell, die letzten Stunden ab 12 Uhr mittags schlichen nur so dahin. Als dann um 14 Uhr der erlösende Anruf kam, war ich megamäßig erleichtert!!
Um 16 Uhr sind wir dann zu ihm, der Anblick war natürlich erstmals schockierend, auch wenn ich darauf vorbereitet war. Das eigene Kind dann so zu sehen, ist immer noch etwas anderes. Abends wurde er dann immer mehr wach, aber die Augen hat er nicht geöffnet. Der Tubus in der Nase hat ihn sehr gestört und man hat gemerkt, dass er den einfach nicht mehr mag. Das war schon schlimm für mich. Er hat sich gewunden und wollte Husten - konnte aber nicht, Schaum stand ihm vorm Mund und er wurde ganz rot im Gesicht vor Anstrengung. Bald wurde er aber erlöst und das war sehr gut für ihn. Danach war er ganz entspannt, hat sofort gut geatmet.
Heute wurde er in der Früh schon gewaschen und gewickelt. Mittags hat er bereits etwas Tee und nachmittags ein Fläschchen Muttermilch getrunken. Ich hoffe sehr, dass er weiterhin so stabil bleibt und sich gut entwickelt - das ist das Wichtigste!! Der nächste Schritt wäre von der Intensiv im AKH in die Kinderklinik - Intensiv oder Kardiologie, wohin auch immer. Ich werde berichten, wie es weitergeht :-)!
Ich steh natürlich immer ein bisschen zwischen den Stühlen - Chiara fehlt mir natürlich auch schon sehr, aber man möchte halt auch ständig bei seinem kleinen Hasen sein. Morgen Nachmittag kommt sie mit Oma und Opa wieder zu Besuch und am Wochenende schäft sie da. Ich freu mich schon sehr, wenn ich sie endlich wieder in die Arme schließen und sie abknutschen kann! Wenn sie älter ist, versteht sie es sicher, dass wir jetzt eine Portion mehr Aufmerksamkeit ihrem kleinen Bruder zukommen lassen müssen, wobei mir dabei schon sehr mein Herz blutet. Ich hoffe sie spürt trotzdem, wie sehr wir sie lieb haben und vermissen...
Ich danke euch allen nochmals für eure lieben Wünsche und Gedanken - per SMS, Post im Blog oder als kleiner Gruß per Post! Es ist schön, dass so viele liebe Menschen an uns denken!!
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4 Kommentare:
Wir wünschen Euch weiterhin alles Liebe und Gute! Kämpf weiter kleiner Matteo!
Fühlt Euch gedrückt! Kommt gut durch diese harte Zeit!
Alles, alles Liebe
Andrea
Dein Bericht kann einem schon sehr nahe gehen. Ich weiß ja wie es mir ging als Sara letztes Jahr operiert wurde, und das war gegen Matteos OP wirklich nur eine Kleinigkeit.
Aber ich bin so erleichtert, dass die OP jetzt erst mal überstanden ist und ich bin mir sicher, dass Euer Kämpfer bald wieder ganz fit und gesund ist.
Meine Gedanken sind oft bei Euch und ich wünsche Euch weiterhin alles Gute.
Ganz liebe Grüße
Sonja
Matteo ist ein richtiger kleiner Kämpfer! Toll, dass er bisher alles so gut überstanden hat!
Ich wünsch euch, dass alles weitherin so gut verläuft und ihr diese schlimme Zeit bald überstanden habt!
Glg und bis hoffentlich bald,
Silke
Ich bin die letzten Tage nicht dazugekommen, dass ich was schreibe, aber die Daumen waren immer gedrückt.
Irgendwie wars wahrscheinlich ganz gut, dass ihr da etwas überrumpelt wurdet, das ewige hinpassen ist ja auch sehr nervenaufreibend.
Aber am allerschönsten ist, dass alles gut gegangen ist und euer Matteo wird das sicher ganz gut hinkriegen. Ich denke auch oft an euch und wünsche euch das Beste und dass ihr bald wieder alle nach Hause könnt.
GLG Irene
PS: Wegen Chiara mach dir keine Sorgen, erstens kommt es dir viel schlimmer vor, sie genießt die Zeit sicher mit Omas, Opas und Papa. Außerdem haben die Kids schon das Gespür, dass sie wissen, das das nix mit mehr oder weniger Liebe zu tun hat. Genieß das Wochenende mit ihr!!!
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