Dieses Jahr lag Freude und Glück, Kummer und Leid ganz dicht bei uns beeineinder. Deine Geburt, lieber Matteo, war das Schönste, das wir uns dabei wünschen konnten - DU hast unsere Familie erst komplett gemacht und gibst uns jeden Tag das Gefühl, genau das richtige getan zu haben. Doch kaum warst du geboren, fing die Zeit des Bangens, der großen Unsicherheit an. Nie hätten wir gedacht, dass genau unser Kind etwas haben könnte, das ihn in seiner Entwicklung komplett beeinträchtigt und ihn womöglich auch nicht lebensfähig macht. Ich hatte wirklich Todesangst um dich und mein negatives Geburtserlebnis hat die Sache nicht leider gemacht. Mit sich selbst zu hadern, ob man wirklich alles gegeben hat, bis hin zu dem Schritt endlich einmal stolz auf sich zu sein was man geschafft hat, war dieses Jahr ein psychischer Kraftakt für mich, auch wenn man mir das nicht immer angesehen hat. Immer wieder haben Marco und ich darüber nachgedacht, ob wir das Glück zu sehr herausgefordert haben, ob alles andere zu glatt gelaufen ist, dass es uns jetzt einen Strich durch die Rechnung macht. Wir durften in diesem Jahr lernen, dass man das Leben einfach so nehmen muss wie es ist und man manche Dinge ganz einfach nicht beeinflussen kann. Mit Vertrauen in andere und vor allem in seine Kinder, kann sich aber trotzdem alles zum Guten wenden.
Ich sag demütig DANKE - für zwei so gesunde und tapfere Kinder, die ich mir entzückender nicht hätte wünschen können. Ein Jahr geht zu Ende, ein Jahr, das ich nie vergessen werde und das mich geprägt hat, wie kein anderes zuvor.
Freitag, 31. Dezember 2010
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