ist die Geburt nun her. Die Zeit verläuft zwar wie im Fluge, aber ich merke doch immer wieder, wie stark ich noch daran zu knabbern habe. Es wird wohl noch seine Zeit dauern, bis ich dieses Erlebnis einigermaßen verdaut und ich irgendwann das Gefühl habe, nicht versagt, sondern einen guten "Job" gemacht zu haben. Für mich waren es einfach bis jetzt die schlimmsten 22 Stunden, die ich je erlebt habe. Ich bin ein kleiner Perfektionist und wollte mir so viel Schwäche nicht eingestehen. Es geht einfach nicht in meinen Kopf rein, wie so viele Frauen die Geburt mit Links meistern und lieber 10 Kinder kriegen, bevor sie zum Zahnarzt gehen. Wenn ich solche Sachen höre, zweifle ich einfach wahnsinnig an mir selbst und habe das Gefühl, ein wahres "Weichei" zu sein, da es für mich so schlimm war. Hab ich mir die stundenlangen Schmerzen nur eingebildet, mich übertrieben hineingesteigert, war es denn wirklich so - diese Gedanken kreisen immer und immer wieder in meinem Kopf. Ich weiß, dass das für viele nicht nachvollziehbar ist, dass man sich im Nachhinein noch solche Gedanken darüber macht und es nicht einfach akzeptierten kann wie es war, aber ich kann meine Gefühle derzeit nicht abschalten (und das hat wohl doch noch stark etwas mit dem "Wochenbett" zu tun...). In den kommenden Wochen werde ich gleich mal schauen, dass ich einen Termin bei meiner Kinesiologin bekomme, um das Erlebte ein bisschen schneller verarbeiten zu können.
Außerdem leide ich noch sehr unter den Folgen meines Steißbeinbruchs. Mittlerweile bin ich überzeugt davon, dass es gebrochen ist, denn diese Schmerzen sind doch echt nicht normal. Hab mir schon 2 verschiedene homöopathische Sachen geholt und nehm die auch eifrig ein, eine Besserung gabs aber bisher nicht. Sitzen, umdrehen im Bett, laufen - das sind alles Dinge, die mit großen Schmerzen verbunden sind und das kotzt mich mittlerweile nur noch an...
